Ein Abend für Menschen in Trauer

Manchmal ist Weihnachten nicht hell,
sondern still, weil jemand fehlt.

Ein Ort für

Erinnerungen, Trauer und gemeinsame Hoffnung.

Datum
Uhrzeit 17:00 Uhr
Ort Neuapostolische Kirche
Bernhäuser Str. 18
73765 Neuhausen auf den Fildern

Wenn jemand fehlt…

…verändert sich auch die Advents- und Weihnachtszeit.

Für trauernde Menschen werden Erinnerungen in dieser Zeit besonders lebendig. Was früher selbstverständlich war, fühlt sich plötzlich anders an.

Mit „Du fehlst" bieten wir einen Ort für Erinnerungen, Trauer und gemeinsame Hoffnung.

Was Sie erwartet

  • Musik und stärkende Worte
  • Zeit zum Erinnern
  • Gemeinsames Lichtritual
  • Begegnungen mit anderen Trauernden im Anschluss

Für wen dieser Abend ist

Für alle, die jemanden vermissen – unabhängig davon, wie lange Ihr Verlust zurückliegt, welcher Kirche Sie angehören oder woran Sie glauben.

Keine Anmeldung erforderlich. Eintritt frei.

Sie sind herzlich willkommen.

Idee & Konzept

Warum gibt es „Du fehlst“?

Die Advents- und Weihnachtszeit gilt für viele Menschen als eine Zeit der Freude, der Gemeinschaft und der Familie. Gleichzeitig erleben gerade trauernde Menschen diese Wochen oft als besonders schmerzhaft. Der leere Platz am Tisch, gemeinsame Erinnerungen, vertraute Rituale und die gesellschaftliche Erwartung von Freude und Harmonie verstärken häufig das Gefühl von Verlust und Einsamkeit.

Viele Menschen ziehen sich in dieser Zeit zurück. Sie fühlen sich mit ihrer Trauer unverstanden oder erleben, dass ihr Schmerz im Alltag kaum Raum findet. Besonders Menschen, die nur wenig oder keinen Kontakt zur Kirche haben, finden oft keinen geschützten Ort, an dem ihre Trauer sein darf.

Trauer endet nicht nach einigen Wochen. Gerade Feiertage und Übergangszeiten lassen Erinnerungen und Sehnsucht häufig besonders lebendig werden.

Was Trauernde in dieser Zeit erleben

  • Einsamkeit und das Gefühl, nicht dazuzugehören
  • Überforderung durch Familienfeiern und Weihnachtsfeste
  • Das Wiederaufbrechen von Erinnerungen
  • Sprachlosigkeit im Umfeld
  • Das Gefühl, funktionieren zu müssen

Kirche und Seelsorge können in dieser Situation einen wichtigen Beitrag leisten – nicht indem sie Antworten auf alle Fragen geben, sondern indem sie Menschen begleiten, Hoffnung schenken und Gemeinschaft ermöglichen. Genau hier setzt „Du fehlst“ an.

Was „Du fehlst“ bietet

Die Veranstaltung schafft einen offenen, würdevollen und geschützten Ort für Menschen, die einen Verlust erlebt haben. Sie bietet Raum für Erinnerung, Trauer und Hoffnung – unabhängig davon, wie lange der Verlust zurückliegt oder welcher Kirche oder Weltanschauung sich jemand verbunden fühlt.

„Du fehlst“ ist bewusst niedrigschwellig, ökumenisch und offen gestaltet, denn Trauer verbindet Menschen – unabhängig von ihrer religiösen Überzeugung.

Im Mittelpunkt steht nicht die perfekte Feier von Weihnachten, sondern die ehrliche Erfahrung: Du fehlst und die Gewissheit, dass niemand diesen Weg allein gehen muss.

Die Idee hinter „Du fehlst“

Die Idee zu „Du fehlst“ entstand aus persönlichen Erfahrungen.

Joachim Baisch und Heiko Weiß haben beide früh ihre Ehefrauen verloren und wissen aus eigener Erfahrung, wie sich Trauer anfühlt – besonders in der Advents- und Weihnachtszeit.

Aus dieser Erfahrung heraus entstand der Wunsch, einen Ort zu schaffen, an dem Trauer ihren Platz haben darf. Einen Ort, an dem Menschen mit ihrer Geschichte willkommen sind, ohne etwas erklären oder leisten zu müssen. Es ist oft nicht das große Wort, das trägt, sondern das Gefühl nicht alleine zu sein.

Vielleicht fragen Sie sich…

Zur Veranstaltung

Für wen ist „Du fehlst“ gedacht?

„Du fehlst“ richtet sich an alle Menschen, die einen geliebten Menschen vermissen – unabhängig davon, wie lange der Verlust zurückliegt.

Muss ich einer Kirche angehören oder gläubig sein?

Nein. „Du fehlst“ ist ein ökumenisches Angebot und richtet sich ausdrücklich auch an Menschen, die keiner Kirche angehören oder sich selbst nicht als gläubig bezeichnen.

Im Mittelpunkt stehen Erinnerung, Gemeinschaft und Hoffnung – nicht die Frage nach Ihrer Kirchenzugehörigkeit.

Kann ich auch alleine kommen?

Ja, Sie düfen alleine kommen und müssen auch niemanden kennen. Vielleicht erleben Sie gerade dann, dass Sie mit Ihrer Trauer nicht allein sind, weil Sie vor Ort auf andere Trauernde treffen.

Kann ich teilnehmen, wenn mein Verlust schon viele Jahre zurückliegt?

Ja, Trauer kennt keinen festen Zeitplan. Gerade in der Advents- und Weihnachtszeit können auch lange zurückliegende Verluste wieder sehr präsent werden. Deshalb spielt es keine Rolle, wie lange Ihr Verlust zurückliegt.

Was erwartet mich an diesem Abend?

Sie erwartet eine ca. 45-minütige ökumenische Veranstaltung mit Musik, stärkenden Worten, einem gemeinsamen Lichtritual und Momenten der Stille. Im Mittelpunkt stehen Erinnerung, Hoffnung und Gemeinschaft. Niemand muss seine Trauer allein tragen.

Im Anschluss laden wir herzlich zu Begegnungen mit anderen Trauernden ein.

Muss ich etwas sagen oder mich aktiv beteiligen?

Nein, Sie entscheiden selbst, wie Sie den Abend erleben möchten. Während des Lichtrituals besteht die Möglichkeit, eine Kerze anzuzünden. Darüber hinaus gibt es keine Verpflichtung, sich aktiv zu beteiligen oder mit anderen ins Gespräch zu kommen.

Ist die Veranstaltung auch für Kinder geeignet?

Ja, Kinder sind herzlich willkommen. Da Kinder Trauer oft anders erleben als Erwachsene, bitten wir Eltern selbst einzuschätzen, ob die Veranstaltung für ihr Kind geeignet ist.

Was Sie bewegt

Was ist, wenn ich während der Feier traurig werde oder weinen muss?

Das ist völlig in Ordnung. Trauer zeigt sich bei jedem Menschen anders. Manche weinen, andere sind still oder nachdenklich. Für all das ist an diesem Abend Platz. Niemand muss seine Gefühle zurückhalten oder erklären.

Ich bin unsicher, ob dieser Abend das Richtige für mich ist.

Das können wir gut verstehen. Vielleicht fragen Sie sich, ob Sie dort hingehören oder ob Sie „bereit“ dafür sind. Unsere Einladung ist ganz einfach:

Kommen Sie so, wie Sie sind. Sie müssen nichts mitbringen, nichts leisten und nichts sagen. Vielleicht ist dieser Abend genau der Ort, an dem Sie spüren: Ich bin mit meiner Trauer nicht allein.

Organisation & Praktisches

Muss ich mich anmelden?

Nein, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Sie können einfach kommen.

Kostet die Teilnahme etwas?

Nein, die Teilnahme ist kostenfrei.

Was passiert, wenn mehr Menschen kommen, als es Plätze gibt?

Wir möchten möglichst vielen Menschen die Teilnahme ermöglichen. Da die Zahl der Plätze aber begrenzt ist, kann es bei einem großen Andrang vorkommen, dass wir den Einlass begrenzen müssen. Wir empfehlen deshalb, etwas früher zu kommen.

Sollte das Interesse groß sein, prüfen wir, ob wir eine weitere Veranstaltung anbieten können.

Darf ich eine Kerze anzünden?

Ja, während des Lichtrituals besteht die Möglichkeit, eine Kerze als Zeichen der Erinnerung und der Hoffnung anzuzünden. Die Kerzen werden von uns bereitgestellt – Sie müssen keine mitbringen. Die Teilnahme am Lichtritual ist freiwillig.

Werden während der Veranstaltung Fotos gemacht?

Während der Veranstaltung können einzelne Fotos gemacht werden, um über „Du fehlst“ zu berichten. Aus Respekt vor der persönlichen Situation der Besucher:innen werden keine Nahaufnahmen oder erkennbaren Fotos von Trauernden veröffentlicht.

Gibt es nach dem offiziellen Teil Gelegenheit zum Gespräch?

Ja, im Anschluss laden wir Sie zu Begegnungen mit anderen Trauernden ein. Wer möchte, kann mit anderen Besucher:innen oder mit den anwesenden Seelsorger:innen sowie Trauerbegleiter:innen ins Gespräch kommen.

Ebenso ist es selbstverständlich möglich, den Abend in Ruhe ausklingen zu lassen und direkt nach Hause zu gehen.

Ist die Kirche barrierefrei?

Ja, die Kirche ist barrierefrei. Allerdings werden aktuell in der Straße vor der Kirche Bauarbeiten durchgeführt, weshalb der Zugang dadurch erschwert sein kann.

Wo kann ich parken?

Parkmöglichkeiten gibt es rund um die Kirche sowie beim Friedhof und beim Sportplatz/Schützenhaus.

Haben Sie eine weitere Frage, die hier nicht beantwortet wird? Schreiben Sie uns gerne.

Unterstützt und getragen von

Arbeitskreis Ökumene Neuhausen auf den Fildern

Eine Kooperation der Katholischen, Evangelischen und Neuapostolischen Kirche in Neuhausen auf den Fildern

NAK-karitativ e.V.

Unterstützt durch NAK-karitativ e.V.

Wir danken herzlich allen Unterstützern und Mitwirkenden, die zur Realisierung von „Du fehlst“ beitragen.